2. Rieslingtage Südtirol Naturns – Detailinformation
Von der Organisation bis zu den Wettbewerbsregeln, hier finden Sie alle nötigen Informationen dazu...
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Weinkostwettbewerbe sind in der Regel gekennzeichnet durch:
- eine große Anzahl zu bewertender Weine,
- eine begrenzte Anzahl Koster,
- eine heterogene Zusammensetzung des Kosterpanels bezüglich Kostvermögen und Preferenzen.
Daraus folgt
- nicht jeder Koster kann jeden Wein in der begrenzten Zeit bewerten, weswegen,
- Kostkommissionen gebildet werden, welche,
- in der Regel Serien von Weinen in einer für alle gleiche Reihenfolge bewerten.
- Als Kostvermögen wird einzig die "Fähigkeit" bewertet, in Einklang mit den anderen Kommissionsmitgliedern die Weine zu kosten.
Die Nachteile, welche ein derartiger Ablauf mit sich bringt, sind
- Die Bewertung eines Weines ist stark abhängig von den Ansprüchen der Kommission, die ihn bewertet,
- vom qualitativen Niveau der Serie, in der er gereicht wird,
- von der Reihenfolge innerhalb der Serien.
Maßnahmen, diesen systematischen Fehlern entgegenzuwirken
- Das Zufallsprinzip so oft wie möglich anzuwenden, d.h. die Probenfolge zu randomisieren.
- Jeder Wein soll die Möglichkeit haben in jeder erdenklichen Kombination aus Koster, Serie und Reihenfolge an der Bewertung teilnehmen können.
- Mittels dem Zufallsgenerator werden aus dem Pool der gesamten zu verkostenden Proben Koster für Koster die ihnen zustehende Anzahl von Weinen zufällig zugewiesen.
- So hat jeder Koster mit einer sehr großen Wahr-scheinlichkeit eine Auswahl an Weinen und eine Reihenfolge, wie sie kein anderer Koster hat.
- Jeder Koster ist also seine eigene Kostkommission, wodurch die Anzahl der ermöglichten Kombinationen maximiert wird.
- Die Weine werden einzeln gereicht und bewertet.
Das Verhältnis zwischen der Auspunktungs-bereitschaft und der Reproduzierbarkeit der Urteile ergiebt den sogenannten F-Wert. Koster, deren F-Wert die untere Grenze des Konfidenzintervalls der Kostergruppe unter-schreiten, werden bei der Endauswertung nicht berücksichtigt.
Die Problematik der Kostwettbewerbe hinsichtlich ihrer Abläufe und der Versuch einer Verbesserung
Im Sprachgebrauch der analytischen Statistik werden diese Mängel als systematische Abweichungen bzw. systematische Fehler bezeichnet. Die Methode, sie zu vermeiden, oder zumindest zu minimieren, beruht darauf, das Zufallsprinzip so oft wie möglich anzuwenden. Man spricht von Randomisation: Jeder Wein sollte im Idealfall in jeder erdenklichen Kombination aus Koster, Serie und Reihenfolge an der Bewertung teilnehmen können. Je größer die Anzahl an möglichen Kombinationen ist, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, daß ein Wein nur deshalb schlechter bzw. besser beurteilt wird, weil seine Kommission strenger bzw. milder ist, die Serie ein höheres bzw. ein tieferes Niveau aufweist und der Wein, der vorher gereicht wird, eine bessere bzw. schlechtere Qualität aufweist.Um diesen Idealvorstellungen möglichst nahe zu kommen, wird bei den von der Sektion Kellerwirtschaft organisierten Kosten ein eigens entwickeltes System angewandt.
Mittels Zufallsgenerator werden aus dem Pool der gesamten zu verkostenden Proben Koster für Koster die ihnen zustehende Anzahl von Weinen zufällig zugewiesen. So hat jeder Koster mit einer sehr großen Wahrscheinlichkeit eine Auswahl an Weinen und eine Reihenfolge, wie sie kein anderer Koster hat. Jeder Koster ist also seine eigene Kostkommission, wodurch die Anzahl der ermöglichten Kombinationen maximiert wird.
Die Weine werden einzeln gereicht und bewertet.
Um die Zuverlässigkeit der Kosturteile zu gewährleisten, werden die Koster im Hinblick auf ihre Fähigkeit, Unterschiede wahrzunehmen diese auch reproduzierbar wiederzugeben, geprüft. Die zu diesem Zwecke mehrfach gereichten Weine sind für alle Teilnehmer gleich und werden zufällig unter die anderen Proben gemischt. Koster mit guter Tagesform benoten ungleich empfundene Weine verschieden während sie ähnlichen Proben vergleichbare Punktezahlen zuweisen. Der Statistische Wert "F" quantifiziert das Verhältnis Auspunktungsbereitschaft zu Wiederholbarkeit. Urteile von Kostern, deren F-Wert den Konfidenzintervall des Panels unterschreiten, nehmen an der Endauswertung nicht teil.
Die Mediane der berücksichtigten Koster bilden das Endergebnis der Kost. Der Median ist eine stabilere Maßzahl als das arithmetische Mittel und ersetzt die umstrittenen Streichresultate. Die ermittelte Punktezahl jedes Weines wird mit jener Genauigkeit ab- bzw. aufgerundet, welche auch dem Koster bei der Beurteilung der Proben zur Verfügung stand. Auf diese Weise wird vermieden, eine nicht erreichte Präzision vorzutäuschen.
Weiterführende Literatur:
Kobler A.: La valutazione sensoriale dei vini ed il controllo degli assaggiatori mediante l'uso di schede di analisi sensoriale non strutturate. Riv. viticoltura enologia 49, (4) 3-18, 1996.
Kobler A.: La valutazione sensoriale dei vini ed il controllo degli assaggiatori mediante l'uso di schede di analisi sensoriale non strutturate. Riv. viticoltura enologia 49, (4) 3-18, 1996.
Die Verkostung anl. der Blauburgundertage in Auer im Jahre 2002 in Bildern festgehalten
- Aufnahme der Weine
- Anonymisierung mittels Alufolie
- Das Dekantieren und Mischen der Proben

- Einführung der Koster in die Bewertungsmethode zu Beginn der Kost

- Einer der 19 Kostplätze

- Die Koster bei der Pegelung

- Die Koster bei der Pegelung

- Den Kostern werden die Proben gereicht






